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Dürrehilfe für Landwirte noch im Oktober beantragen!

Die CDU Landtagsabgeordneten Ole-Christopher Plambeck und Katja Rathje-Hoffmann

Die  CDU Landtagsabgeordneten Ole-Christopher Plambeck und  Katja Rathje-Hoffmann wiesen heute (28.09.2018) auf die Möglichkeiten der von der Dürre betroffenen schleswig-holsteinischen Landwirte hin, Hilfen vom Land in Anspruch zu nehmen:

„Nach den Informationen im letzten schleswig-holsteinischen Finanzausschuss in dieser Woche werden unsere Bauern, die durch die diesjährige Dürre in Existenznot geraten sind, noch in diesem Jahr finanzielle Hilfe beim Land beantragen können.

Die Bedürftigkeit wird laut der dafür zuständigen EU-Rahmenrichtlinie anhand von Kriterien wie beispielsweise mindestens 30 Prozent weniger Ernteerträge im laufenden Jahr, Berücksichtigung von anderen Einnahmequellen und von verfügbaren Vermögen festgestellt.

Deswegen empfehlen wir den landwirtschaftlichen Betrieben eine interne Vorprüfung ihrer Zahlen durch ihren Berater, zum Beispiel vom Landwirtschaftlichen Buchführungsverband, ihrem Steuerberater oder der Landwirtschaftskammer.

Wer dann im Oktober einen Antrag beim LLUR einreicht, kann bis Ende des Jahres finanzielle Hilfe als Abschlag in Anspruch nehmen. Erst nach Abschluss der Betriebsergebnisse 2018 kann dann rechtssicher der Anspruch geprüft werden.

Zu beachten ist: Unberechtigt geltend gemachte Hilfen müssen zurückgezahlt werden.  Rechtssicherheit bei öffentlichen Geldern bedeutet immer auch Bürokratie. Anders geht es leider nicht.“

Informationen zu dem Thema: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, Mercatorstraße 3,24106 Kiel, Tel. 0431/988-0; poststelle@melund.landsh.de

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Reimer Boege – 2. Europa-Werkstatt zu Forschung und Bildung in Kiel

(vlnr.) Der Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU), Karin Prien (Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur) und Niclas Herbst (Schleswig-Holsteins CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl 2019).

Vortrag vom Diplom Pädagogen Jonas Gebhardt

Kiel – Nach dem Fachgespräch „Europäischer Sozialfonds und Migration“ in Neumünster setzte der Europaabgeordnete Reimer seine Veranstaltungsserie zur Einbindung der Schleswig-Holsteiner bei der Entwicklung des zukünftigen EU-Finanzrahmens am Montag im Kieler Hotel Atlantic fort. Auf diesem Fachforum ging es um Forschung (Horizont Europa) und Bildung (Lernmobilität Erasmus +). Karin Prien, Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie Niclas Herbst, Schleswig-Holsteins CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl 2019 beteiligten sich auf dem Podium an der Diskussion mit 25 Teilnehmern aus Wissenschaft, Forschung Bildung und Politik.

Aus der Diskussion mit den Fachleuten konnte der Europa-Finanz-und Wirtschaftsexperte Reimer Boege zahlreiche pragmatische Hinweise und eine „Fülle von Arbeitsaufträgen“ für die Verhandlungen des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) der EU 2021-2027 nach Brüssel mitnehmen. Gefordert werden insbesondere zeitsparende Vereinfachungen bei den Ausgestaltungen der Rahmenrichtlinien für die einzelnen Projekte. Das gilt besonders für die Abrechnungsmodalitäten und komplizierte Folgeanträge.  Kritisch gesehen wird die Besteuerung von Fördermitteln durch einzelne Finanzämter in Schleswig-Holstein.

Das Büro des Abgeordneten wird die Teilnehmer über den Fortgang der Verhandlungen informieren. Reimer Boege schlägt zukünftig Rückmeldungen von den Antragstellern nach zwei Jahren über in der Praxis entstandene Probleme bei der Umsetzung vor.

Intensiv wurde das 30 Jahre bestehende europäische Austauschprogramm Erasmus (derzeit Erasmus+) mit seiner einzigartigen Erfolgsgeschichte diskutiert. Seit Beginn des Austauschprogramms im Jahr 1987 sind 5 Millionen Studierende und Auszubildende gefördert worden. Erasmus+-Teilnehmer verdoppeln nach dem Bildungsabschluss ihre Einstellungschancen. Ein Drittel der Praktikanten im Hochschulbereich erhielten Stellenangebote der aufnehmenden Firma. Im Bereich der Berufsbildung fanden Erasmus+-Teilnehmer schneller eine Stelle und erhielten im Durchschnitt 25% mehr Gehalt als Absolventen ohne Erasmus+-Erfahrung.

Der Diplom Pädagoge Jonas Gebhardt stellte als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europa-Universität Flensburg zwei erfolgreiche internationale Erasmus-Projekte mit realem Praxis-Nutzen zur Vernetzung für die berufliche Bildung vor. Dr. Heike Bille von der Hochschule Flensburg bezeichnet das Erasmus-Programm als eine der wenigen Chancen für Studenten aus weniger entwickelten Nicht-EU-Ländern.

Der Mehrjährige Finanzrahmender EU ist das zentrale Planungsinstrument für die Verwendung von EU-Geldern. Insgesamt stehen für Investitionen in Forschung und Innovation rund 80 Mrd. Euro zur Verfügung. Davon sind 75 Mrd. Euro für „Horizont 2020“ für die Laufzeit von 2014-2020 vorgesehen Darüber hinaus werden Forschungsprojekte durch die Strukturfonds unterstützt.

Im Rahmen der europäischen Wachstumsstrategie „Europa-2020“ hat sich die EU das Ziel gesetzt, im Jahr 2020 3 % des europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) aufzuwenden.

Die weiteren Workshops des Europaabgeordneten Reimer Boege: Agrarpolitik und ländlicher Raum am 12. Oktober auf Gut Warleberg und Regionale Wirtschaftsförderung (EFRE) sowie Europäische Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG) in der Akademie Sankelmark am 19. Oktober.

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